Oase im Wald

Laghetti

„Wenn Du hinwillst, geh jetzt. Im Sommer ist es da wie in einer Sadinendose“, sagt Guilio, der Nachbar. Also mache ich mich auf, ins Nachbartal. Das Spannendste dabei ist die Anreise. Nicht die langweilige Strecke durchs Impero-Ial nach vorne ans Meer und dann das Prino-Tal wieder zurück, sondern über den Pass. Auf halber Strecke zum Colle d`Oggia zweigt links eine Rüttelpiste ab Richtung Vasia. Nichts für empfindliche Stoßdämpfer und Wirbelsäulen, aber eine spannende und lustige Kurvenfahrt vorbei und durch die Schlaglöcher, die jetzt im ungewöhnlich strengen Winter Ausmaße von kleinen Meteoritenkratern angenommen haben.

Oberhalb von Dolcedo liegt Lecchiore, ein hübscher Ort, der sich hinein in ein enges Tal zieht. Man parkt an der Kirche und stiefelt los, etwa 25 Minuten, vorbei an der Wallfahrtskirche Maria dell`Aquasanta, die tief unten im Tal liegt, hält sich immer links am Hang. An diesem regnerischen Tag hat sich keine Menschenseele zu den Laghetti verirrt. Die bemoosten Steine sind ziemlich glitschig, aber man kann sich gut vorstellen, dass die kleinen Seen mit den murmelnden Wasserfällen im Sommer eine schöne Erfrischungsoase sind – wenn sich nicht grade alle Einwohner von Lecchiore und noch mehr aus Dolcedo auf den Weg ins Tal machen. Und wie eine Warnung steht dort auch das handgemalte Schild „Lascia La Wendeplatte libero“.

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