Cinema paradiso

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So muss es doch gewesen sein: das junge Paar – sie mit frisch gemachten Locken und lackierten Nägeln, er mit Pomade im Haar und mit seiner neuen Kunstlederjacke – sitzt in der letzten Reihe, schmiegt sich aneinander, immer enger. Auf der Leinwand flimmert „Stromboli“ mit der jungen Bergmann. Als die schwangere Karin auf dem Vulkanfeld zusammenbricht, rückt die Frau noch näher an ihren Kavalier, der sie beschützend in den Arm nimmt, drückt, und schon daran denkt, was nach der Vorstellung passieren kann oder wird. Tjaaaa, so war das, damals, als die Filme noch SchwarzWeiß und die Kinos kleine Plüsch-Etablissements und Pussier-Treffpunkte waren.

Und heute ? Sind wir ein wenig älter, die Kinos heißen irgendwie-plexe und nicht mehr Lichtspielhaus, Dolbysound donnert um uns rum und die Leinwand ist so gewaltig, dass wir nicht mal unsere Brille brauchen. Und die alten Kinos ? Die sehen bis auf wenige Ausnahmen – in Stuttgart zum Beispiel die wunderbare Kinothek in Obertürkheim – wie das Odeon in der Via XXV Aprile in Oneglia aus. Ein gewisser Zauber liegt über der Ruine … bis auch hier der Bagger anrollt

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8 Gedanken zu “Cinema paradiso

    1. Da steht man vor einem solchen Gebäude – und kann nur den Kopf schütteln…

      Für Dich, lieber Kormoran, poste ich nachher noch ein ganz spezielles Erinnerungsfoto aus dem Hafen von Imperia.

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