Colle d`Oggia

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Es gibt Fahrradfahrer, die haben noch ein fröhliches Liedchen auf den Lippen, wenn sie über diesen Pass strampeln. Der Colle d`Oggia liegt immerhin auf einer Seehöhe von 1 157 Meter. Nimmt man also den Anstieg von Borgomaro aus über Maro Castello und Ville San Pietro, dann macht man innerhalb von 14 Kilometern 850 Höhenmeter, und das über Rampen mit einer Steigung von bis zu 10 %. Eine reife Leistung, die ich mir (derzeit) nur im Auto oder teilweise zu Fuß zutraue. Für radsportverrückte Italiener ist der d`Oggia aber nur einer von mehreren Pässen bei ihren sportlichen Sonntagsausflügen.

Parkt man an der Passhöhe und kann sich vom sagenhaften Ausblick auf die ligurische Küstenlinie (bei klarem Wetter wie zu Jahresbeginn sieht man sogar bis Korsika) losmachen, dann sollte man eine halbe Stunde weiter nach oben steigen – auf den Monte Grande, mit 1418 Meter einer der Riesen im Hinterland der Küste. Vom Trampelpfad hat man einen schönen Blick hinunter ins Argentina-Tal, sieht Carpasio quasi in der Luft schweben. In Carpasio liegt auch ein kleines Museum für den italienischen Widerstand. Und oben auf dem Monte Grande haben die Kämpfer der Resistenza, angeführt von Franco Bianchi (alias „Stalin“), den zahlen- und waffenmäßig weit überlegenen deutsch-italienischen Truppen eine verheerende Niederlage beigebracht. Im September gedenkt der kleine Ort San Bernardo di Conio auf dem Bergsattel den ruhmreichen Widerständlern.

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