Endstation ?

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Es ist jetzt etwas mehr als vier Jahre her, da habe ich mich als Prophet versucht. Damals lagen die prognostizierten Kosten für den Erdbahnhof noch bei 3,076 Milliarden Euro. Seitdem ist einiges anders geworden – privat wie bahntechnisch.

Seit gestern steht fest, dass Stuttgart 21 mindestens sechs Milliarden kosten wird. Diese ungeheure Summe, die ich damals in der Überschrift des Artikels verwendet habe, ist zumindest von Seiten der Bahn bestätigt worden. Und wer die Bahn und deren Tricksereien kennt, weiß, dies ist noch lange nicht das Ende der Fahnenstange. Hatte doch Bahnchef Grube vor Jahren verkündet, bei 4,7 Milliarden ist das Projekt tot – weil nicht mehr wirtschaftlich für die Bahn. Das dumme Geschwätz von damals kümmert ihn heute nicht mehr. Er kann sich auf den Abnickverein namens Aufsichtsrat verlassen, der nächste Woche auch die neuen Zahlen durchwinken wird. Paradox: je teurer das Projekt, desto höher werden die Profite für die DB Projektbau GmbH. Sie kassiert in jeden Fall 19 % – von den tatsächlichen Kosten. Jetzt muß Grube nur noch jemand suchen, der die Überwinterungshilfe übernimmt. Die nächste Rechnung kommt dann im nächsten Jahr.

UPDATE: Da habe ich mich gewaltig geirrt. Die neueste Rechnung ist jetzt präsentiert worden: 6,8 Milliarden, vorläufig. Bei solch meisterlichen Managerleistungen ist es wohl klar, dass der Vertrag mit Bahnchef Grube vorzeitig verlängert werden soll…

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