Öffentlicher Schmerz

Ich kann mich noch lebhaft an Zeiten erinnern, als bei uns in Süddeutschland in den kleinen Landgemeinden ein Büttel unterwegs war, der regelmäßig die neuesten Nachrichten verkündete. An einer kleinen Tafel am Rathaus waren zudem die öffentlichen Bekanntmachungen ausgehängt waren. Also zum Beispiel die Schlachttage im gemeindlichen Schlachthaus, Gebühren für Holzlose, Termine für Waschtage oder vor allem auch Familienstandsnachrichten: Geburten, Aufgebote und natürlich auch Sterbefälle. Heutzutage sind das nostalgische Gedankenfetzen. In Italien ist diese Form der Kommunikation noch weit verbreitet. In ziemlich jeder Gemeinde gibt es die öffentlichen Aushänge. Man liest das, was man ohnehin schon gehört hat. Und wir als Gäste stolpern manchmal über den einen oder anderen Namen.

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3 Gedanken zu “Öffentlicher Schmerz

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