IndaRüüümmmuasmeruffsässigsiii !

Hop Schwyz – und Glückwunsch ! Unsere freundlichen Nachbarn im Süden flippen heute völlig aus. Der reichlich unerwartete Sieg gegen Spanien dürfte Eiger, Mönch und Jungfrau zum Wackeln bringen.

Ich bin ein großer Freund von SF 2, schaue mir die meisten WM-Spiele im eidgenössischen Fernsehen an. Die Bilder sind eh Einheitsware, die Kommentare in der Schweiz nicht so aufgeregt, pseudo-emotionalisiert und belehrend wie etwa bei Bela Rethy. Die Gäste und Experten im Studio sind Fußballer, die man kennt, die auch wirklich was zu erzählen haben – Gilbert Gress, Alain Sutter, Rolf Fringer, viele alte Bekannte also.

Ich liebe das Schwyzerdütsch, auch wenn ich nicht alles verstehe. Ottmar Hitzfeld, der südbadische Trainer der „Nati“, ist in den Interviews in allerfeinstem Schwytzerdütsch du hören. Zumindest klingt es in den Ohren eines Deutschen so. Die Fachbegriffe sind ähnlich putzig wie in Österreich: Corner für Eckball, Penalty für Elfmeter, Match (gesprochen: Matsch) für Spiel, das Spielgerät wird „Bölä“ genannt, der Torhüter „Gooolie“, Rudelbildung sehr fein „Chrüsmüsi“ , die Spielerfrau  abfällig „Tüpfi“ und das Foul wird in der Umgangssprache niedlich mit „Höppärli mache lasse“ umschrieben.

Heute, an diesem denkwürdigen Tag für die Schweiz, ist natürlich alles anders. „Wäändihrsgoolnommalsää ?“ fragt der Moderator rhetorisch nach dem Abpfiff. Die Antwort im Studio kann man sich vorstellen. Und Rolf Fringer, der ehemalige Trainer auch beim VfB Stuttgart, erklärt kurz und knapp die eidgenössische Defensivtaktik, die zum umjubelten Sieg gegen Spanien verhalf:

„In da Rüüüm muas mer uffsässig siii„. Noch Fragen ?

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3 Comments

  1. Wenn mir einer diese Sprache sympathisch erscheinen lassen will, dann muss er’s genau so machen wie Du in diesem Beitrag. Aber trotzdem trotzdem trotzdem, ich kann mich einfach nicht daran gewöhnen. Hätte ich jetzt allerdings SF1 zur Verfügung – ich würde einmal reinschauen… 🙂

  2. Leider konnte ich das Spiel live nicht komplett sehen. Und als abends hupende Autokorsos durch mein idyllisches Schaffhauser Viertel fuhren dachte ich noch „komisch, die Spanier haben doch gar nicht gewonnen“.

  3. Das hat auch mich, als Nicht-Fußball-Guckerin, zum schmunzeln gebracht. Jetzt tut es mir beinahe leid, das nicht gesehen bzw. gehört zu haben. Danke für die Zusammenfassung.

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