WMusik (1): Tshabalala

Nachdem der Spieler mit der Rückennummer 8 und dem wohlklingenden Namen Siphiwe Tshabalala von den Kaizer Chiefs Johannesburg mit seinem feinen Treffer in den Winkel des mexikanischen Tors die WM eröffnet hat, wird es Zeit, sich in lockeren Abständen mit weiteren Volltreffern der Fußball- und Musikgeschichte zu beschäftigen. Tshabalala und seinem Heimatclub zu Ehren beginnen wir mit dem Kaiser.

Dies war meine erste Schallplatte. Jawoll. Und ich schäme mich nicht dafür. Franz Beckenbauer! Ich weiß nicht mehr, ob ich mir die Single wegen „Du allein“ oder wegen „Gute Freunde kann niemand trennen“ gekauft habe. Es war nach der WM 1966, ich könnte diesen Kauf also noch mit meiner kindlichen Unerfahrenheit relativieren. Beschäftigt man sich aber mal  intensiv mit der eingängigen Melodie und vor allem dem lyrischen Text, war das damals doch eine sehr gute Entscheidung.

„Glück kannst du leicht ertragen
Wenn dir die Sonne scheint
Aber in schweren Tagen
Da brauchst du einen Freund“.

Mit solch weisen Worten im Ohr bin ich  dann doch sehr schnell gereift. Meine zweite Platte war schon von den Beach Boys  – „Good Vibrations“.

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8 Comments

  1. Ein schönes Erinnerungsstück!
    (Meine erste Platte konnte ich in Ermangelung eines Abspielgerätes niemals hören, bevor sie dann irgendwann in mehrere Stücke zerbrach. Und inzwischen weiß ich nicht mal mehr wie sie hieß …)

  2. Meine erste Single hatte nichts mit Fussball zu tun, aber dafür war sie gleich ein Juwel der Rockgeschichte. Allerdings war mir das zu jenem Zeitpunkt nicht mal im Ansatz klar.
    Ich hatte sie für 50 Pfennig im Städtchen aus dem Ramsch vor der Tür von „Funkhaus Suhrkamp“ erstanden und spielte sie auf dem 50/60er Jahre Monoplattenspieler meiner Oma ab (bis ich dann später – um ’75 herum – zu Weihnachten meinen eigenen Mono-Kofferplattenwechsler von Telefunken bekam). Es war Bachman Turner Overdrive’s „You ain’t seen nothing yet“ – ein etwas hedonistischer Ansatz im Text, aber warum auch nicht: I think that any love is good loving so I took what I could get mmh ooh ooh

  3. Schön, dass du wassily den Part der der kulturkritisch-musikalischen Berichterstattung zu einem Fußballgroßereignis diesmal übernimmst. Beckenbauer ganz im Geist von Freddy Quinn. Großartig. Uaaahhh. Die „Müden Rüden“ sind aber auch nicht schlecht.

    1. Lenz,

      wie unfair – jetzt setzt Du mich aber mächtig unter Druck. Das ist ungefähr so, als müßte Georg „Katsche“ Schwarzenbeck Lionel Messi im Laufduell mal locker abgrätschen.
      Deine Fußballstories damals noch auf „diesem“ Empfehlungsportal sind nicht zu toppen.

      1. wassily,

        von unter Druck setzen kann nicht die Rede sein. Im Gegenteil, ich freue mich auf jeden neuen Beitrag von dir. Und Lionel Messi kann eh keiner abgrätschen.

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