Als die Bilder laufen lernten

Balkon im Metro

Die Viennale ist nicht nur eine gute Gelegenheit, innerhalb kurzer Zeit viele Filme zu sehen (heuer: von desaströs wie Whiteheads „Terrorism considered as one of the fine arts“ bis großartig wie Coppolas „Tetro“ oder Gianfranco Rosis „Below sea level“ ), sondern auch, die Kinos der österreichischen Hauptstadt kennen zu lernen.

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Ich hab mich regelrecht verknallt in das „Metro“ in der Johannesgasse. Ein wunderschönes, liebevoll restauriertes Lichtspielhaus, ein Traum aus Samt, Holz, Leder und Leuchtern, ein unglaublich intimes und atmosphärisches Kino, eine Erinnerung an die Zeit, als die Bilder laufen lernten.

Heutzutage  ist das „Metro“ die Heimat des österreichischen Filmarchivs. Auf der Homepage des Film Archiv Austria ist die wechselvolle und spannende Geschichte des „Metro“ eindrucksvoll dokumentiert – ein ständiges Wechselbad zwischen künstlerischer Ambition, Niedergang und Aufbruch, Renditestreben und Widerstand. Wien darf sich glücklich schätzen, dass ein solches Juwel erstens erhalten geblieben ist und zweitens einer solch trefflichen Nutzung offen steht. Eigentlich gibt es am „Metro“ nur eines zu bemängeln: die Gastronomie im ersten Stock ist wie Whiteheads Film – schlicht und einfach desaströs.

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2 Gedanken zu “Als die Bilder laufen lernten

  1. Das sind sehr stimmungsvolle Fotos. Gefallen mir gut. Da bekommt man Lust auf altes Kinos oder Theater. Erinnert mich ein bisschen an meinen einzigen Besuch im Frühjahr 2006 im Bolschoi Theater.

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