Ohne Koch sieht man besser

Wie Kai aus der Kiste. Nur mit dem Unterschied, dass „unser“ Kai ein sympathischer und schlauer Held ist. Roland Koch hingegen, der notorische Brandstifter aus Hessen, ist ein hinterhältiger Politiker. Kaum wieder offiziell im Amt hat sich ausgerechnet dieser Ministerpräsident ein neues Opfer gesucht: Nikolaus Brender, den Chefredakteur des ZDF.

brender-zdf Das politische Ekel-Paket aus Wiesbaden argumentiert mit falschen Zahlen, Marktanteilen und Zuschauernwerten, um den wackeren Chefredakteur mit dem gewaltigen Schnauzbart und der tiefen Stimme sturmreif zu schießen. Natürlich Nikolaus Brender (Foto:ZDF). Der ist ein geradliniger und prinzipientreuer Journalist von altem Schrot und Korn. Der Mann aus Freiburg wehrt sich vehement gegen die Totengräber des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, und das sind die Politiker und ihre Vasallen in den Aufsichtsgremien.

Koch hingegen hat es schon einmal geschafft, einen angeblichen „Rotfunk“ wie den HR zu schleifen. Heute ist der HR ein zahnloser Sender, der sich in langweiligen Ranking-Shows ergeht. Jetzt also der Generalangriff auf das ZDF, dem nun wahrlich nicht vorzuwerfen ist, besonders links zu sein. Ein Generalangriff, verbrämt mit der angeblichen Sorge um die Akzeptanz der ZDF-Informationsprogramme. Die direkte und öffentliche Einmischung Kochs ist ein weiteres Beispiel dafür, dass sich unsere Politiker einen Dreck um die Staatsferne des öffentlich-rechtlichen Rundfunks scheren. Schlimm genug, dass sechs der 14 Mitglieder des Verwaltungsrates ihr Mandat als aktive Politiker ausüben dürfen. Noch schlimmer, dass Koch dies auch gewohnt hemmungslos auslebt.

Immerhin stellen sich jetzt einige der bekanntesten ZDF-Köpfe öffentlich hinter ihren Chefredakteur, der während seiner Studienzeit übrigens Mitglied der Jungen Union (!) war. Viele der namenlosen ZDF-Mitarbeiter halten ohnehin sehr viel von ihrem Chef, nicht zuletzt dank seines denkwürdigen Auftritts nach der letzten Bundestagswahl, als Brender den entrückten Altkanzler Gerhard Schröder souverän ausbremste.

Das fadenscheinige Gezeter um Nikolaus Brenders Vertragsverlängerung hat wohl nur einen tieferen Sinn: allen Journalisten in den öffentlich-rechtlichen Anstalten im Wahljahr ganz klar anzuzeigen, wer das Sagen hat – Koch & Konsorten.

Für spontane Proteste und Demos, zum Beispiel auf dem Mainzer Lerchenberg, bietet die Firma Entertainment Earth die passende Nikolaus-Solidaritäts – Verkleidung:

marx

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2 Comments

  1. Hätte ich in einem Krimi einen richtig schmierigen Fiesling zu besetzen – meine Wahl wäre eindeutig Roland Koch… !

  2. Koch gegen das doch eher harmlose Adenauer-Fernsehen? Das hatte ich noch gar nicht mitbekommen. Danke für den Hinweis, ein Grund mehr diesen grauenhaften Typ ganz und gar nicht zu mögen.

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